Neues
Gewerkschaftsportal zu Restrukturierungsfragen
Randgeschäfte werden abgestoßen,
Kerngeschäfte ausgebaut, Standorte und Sparten europaweit
"konsolidiert" und umstrukturiert. Für fast alle
Europäischen Betriebsräte ist dies inzwischen zu einer
alltäglichen Erfahrung geworden. Um das Know-how von
Betriebsräten und Gewerkschaftssekretären angesichts
europaweiter Unternehmens-Restrukturierungen durch gezielte
Trainings und Netzwerke zu verbessern, wurde im Januar 2005
mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds das Projekt
TRACE gestartet. Unter Leitung der Europäischen
Gewerkschaftsakademie (EGA) beteiligen sind 19 Partner aus
10 Ländern daran (Dänemark, Schweden, Finnland, Österreich,
Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und
Großbritannien), Projektpartner aus Deutschland gibt es bisher noch keine. Die Webseite des TRACE-Projekts ist nur in
englischer und französischer Sprache verfügbar.
Netzwerk der
Otto-Brenner-Stiftung
Die
von der IG Metall getragene Otto-Brenner-Stiftung hat eine Kontakt-Datenbank für Gewerkschaften
und industrielle Beziehungen in Mittel- und Osteuropa erstellt und listet zahlreiche Informationsquellen
auf.
Beispielhafte Webseiten
von Europäischen Betriebsräten
Manche Europäische
Betriebsräte sind im unternehmensweiten Intranet mit einer
eigenen Webseite vertreten, im öffentlichen Internet gibt es
jedoch nur wenige EBR-Seiten. Eine beispielhafte Homepage
wurde im Sommer 2004 vom EBR der belgischen Banken- und
Versicherungsgruppe KBC ins Netz gestellt. Die Erstellung der
Internetpräsenz in acht Sprachen ist mit EU-Geldern
finanziert worden und dient vor allem dazu, den
Arbeitnehmervertretungen der EU-Beitrittsländer die nötigen
Hintergrundinformationen zu vermitteln.
Gänzlich ohne
Fremdfinanzierung ist die Webseite der Hotelgruppe Hilton
erstellt worden, die der Sekretär des Hilton European
Consultative Forum Anfang 2005 der Öffentlichkeit vorstellte:
Die folgenden Internetseiten
sind nicht von Europäischen Betriebsräten, sondern von Gewerkschaften
bzw. vom Arbeitgeber erstellt worden:
Standort
von Procter & Gamble kämpft ums Überleben
In dem kleinen
Schwarzwaldort Lenzkirch kämpfen 280 Beschäftigte und die
ganze Region seit Monaten für den Fortbestand eines
traditionsreichen Werkes. Die Firma Kadus war seit 1981 im Besitz des
Kosmetikkonzerns Wella, dieser wiederum ist 2003 vom
US-Konzern Procter & Gamble aufgekauft worden. Der neue
Eigentümer wollte den Standort Lenzkirch aufgeben und
verkaufte ihn am 1. März 2005 an den österreichischen Kosmetikhersteller
Kematen cosmetics. Die Betroffenen haben ihre
Aktionen gegen drohende Massenentlassungen auf einer Seite im
Internet dokumentiert.